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Das Schützenheim bleibt über die Weihnachtszeit geschlossen.
Ab Dienstag, dem 16.01.2018 haben wir wieder geöffnet!

Die Zirler Pfarrkirche

Im Vorfeld zum heurigen Kriegergedenken gab es seitens Teilen der Gemeindeführung eine Diskussion über die Bezeichnung der Gedenkfeier „Kriegergedenken“! Aus aktuellem Anlass, sind nachfolgend einige Fakten, welche das Kriegerdenkmal und auch das Versprechen aus 1920, eine jährlich eine Gedenkfeier abzuhalten, angeführt.

Leider spielte der Wettergott nicht ganz mit, so daß die Gedenkfeier in der Pfarrkirche „Heiliges Kreuz“ abgehalten werden mußte. Nach der Hl. Messe, gestaltet von unserem Hr. Pfarrer Gabriel, hielt unser Bürgermeister eine Ansprache, in welcher er auf die historische Verpflichtung, die Gedenkfeier abzuhalten Bezug genommen hat.

Die Kranzträger von 6 Zirler Korporationen tragen nach Ende der Ansprache ihre Kränze zum Altar. Während der Kranzniederlegung spielt der MV Zirl eine neue musikalische Fassung von. „Ich hatt´ einen Kameraden“

Auszug eines Schreibens der SK Zirl an die Gemeindeführung der MG Zirl:

Historische Gedenkfeier „Kriegergedenken“
Im Jahre 1920 von den Zirler „Heimkehrern“ des I. Weltkrieges bzw. den Heimkehrern von der seinerzeitigen Tiroler Front ein Denkmal zu Ehren der Gefallenen errichtet wurde. Errichtet haben das Denkmal jene vom Krieg „lebend“ Heimgekommenen, mit Geldspenden von seinerzeit sicher nicht „betuchten“ Zirler Bürgern. Die Gemeinde Zirl hat das Grundstück am Gutsleben kostenlos zur Verfügung gestellt. Am 2. Sonntag im September 1920 wurde das Kriegerdenkmal unter reger Teilnahme der Bevölkerung feierlich eingeweiht. Es gab das „Versprechen“ dieses Gedenken an die Gefallenen und Opfer jährlich zu wiederholen!

Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Gefallenen, Vermissten und sonstigen Opfer des 2. Weltkrieges auf den Namenstafeln des Kriegerdenkmals hinzugefügt und eine Widmung der Gemeinde Zirl angebracht:

wörtliches Zitat:
„Gewidmet in dankbarer Erinnerung zu Ehren der in den beiden Weltkriegen 1914 – 1918 und 1939 – 1945
gefallenen Helden“

Soweit es eruierbar war, wurde in Zirl diese jährliche Gedenkfeier von Anbeginn an „Kriegergedenken“ benannt. In der NS-Zeit mußte dann die Bezeichnung „Heldengedenken“ verwendet werden, welche sich bis herauf in die späten 1980 Jahre in der Bevölkerung gehalten hat. Heuer wiederholen wir zum 98. Male das schon 1920 gegebene Versprechen und gedenken der Gefallenen und Opfer jener Zeit! Sowohl die Errichter des Denkmales als auch die Gefallenen des 1. Weltkriegs kommen größtenteils aus den Reihen der seinerzeitigen „Standschützen“. Unsere heutige Schützenkompanie Zirl betrachtet sich als einen historischen Nachfolger der Standschützen. In den Statuten unseres Vereins sind im §2 die Grundsätze des Bundes der Tiroler Schützenkompanien angeführt:

Die Treue zu Gott und dem Erbe der Väter,
der Schutz von Heimat und Vaterland,
die geistige und kulturelle Einheit des ganzen Landes,
die Freiheit und Würde des Menschen,
die Pflege des Tiroler Schützenbrauches.

Diesen unseren Grundsätzen folgend, ist es uns Schützen eine besondere Verpflichtung einen würdigen Beitrag zu leisten, daß jenes schon vor 97 Jahren abgegebene Versprechen unserer Vorfahren, heute und auch in Zukunft gewahrt wird!
Genau aus diesem Grunde ist uns wichtig, daß bei der Gedenkfeier neben der Zirler oder der Tiroler Fahne auch eine Tiroler Schützenfahne aufgehängt wird, welche an die seinerzeitigen Gründer unseres Zirler Kriegerdenkmales erinnern soll!

In der Ausschusssitzung am 21.8.2017 sind wir Schützen einhellig zur Auffassung gelangt, daß die Verwendung des Begriffes „Kriegergedenken“ seit 1921 die umgangssprachliche Bezeichnung der Gedenkfeier ist und auch in Zukunft so bleiben soll.
Auch die ältesten Mitglieder der SK Zirl können sich seit den 1950 Jahren nicht daran erinnern, daß eine Gemeindeführung, sei sie unter „roter“ oder „schwarzer“ Führung gestanden, jemals an dem überlieferten Brauch und der Bezeichnung „Kriegergedenken“ Anstoß genommen hätten? Warum gerade in jüngerer Zeit bei unserer Gemeindeführung Zweifel an Traditionen aufkommt., können wir Schützen nicht nachvollziehen?

In dem Zusammenhang möchten wir auch noch zu unserer Kanone Nachtigal einiges erläutern.
Daß in allen Tiroler Schützenkompanien Kanonen bei Ausrückungen mitgeführt werden, ist keine Zirler Besonderheit!!!
Wie in den Aufzeichnungen nachzulesen ist, hat sich die Schützenkompanie Zirl nach der Einnahme von Zirl, welche am 3. Mai 1945 durch die 103. US-Division erfolgt ist, gleich wieder ihrer Verpflichtung erinnert und ist erstmals nach dem 2. Weltkrieg am 2. September-Sonntag, damals noch ohne Waffen, zum Kriegergedenken ausgerückt!

Bereits in den ersten Nachkriegsjahren hat es dann Bemühungen der Schützen gegeben, eine Kanone für Ausrückungen anzuschaffen. Mangels Geldmitteln wurde Anfang der 1950er Jahre gleich zweimal ein Versuch gestartet, selber eine Kanone für Ausrückungen zu „zimmern“! Eines dieser Exemplare befindet sich auch heute noch in privater Verwahrung in Zirl.
2014 hat die SK Zirl dann ihre heutige Kanone Nachtigal angeschafft. Umfangreiches Informationsmaterial zu der Kanone Nachtigal und auch zur Tradition des Salutschießens liegen auf.

Die rechtlichen Voraussetzungen für den Gebrauch unserer Kanone Nachtigal sind im Bescheid der BH Ibk. vom 27.5.2014 unter der Geschäftszahl PYR-54/2-2014 geregelt. Dieser Bescheid wurde der SK Zirl am 16.6.2014 mittels eingeschriebenem Brief von der MG Zirl übermittelt! Somit können die Schützen davon ausgehen, daß der Gemeindeführung die Rechtmäßigkeit unseres Handelns bei der Kriegergedenkfeier und auch bei anderen Anlässen bekannt ist.

Speziell beim Kriegergedenken hat unsere Kanone auf dem genehmigten Abschussplatz Nr.5, in der nordöstlichen Ecke der Mauer zu stehen und ist in Richtung „Nockspitze“ abzufeuern! (siehe Anhang unten)

Die Bedenken einiger Zirler Bürger gegen die Verwendung einer Salutkanone, welche dem Bürgermeister zugetragen wurden, sind uns bekannt. Aus Sicht der SK Zirl ist dazu zu sagen, daß wir mit der Verwendung unserer Salutkanone einer Jahrhunderte alten Traditionen folgen, welche auch noch durch einen gültigen behördlichen Bescheid gedeckt ist!
Natürlich wird es in Zirl immer einige Nörgler geben, denen unsere Kanone nicht gefällt, doch auch das Geläute der Kirchenglocken stört so manche Bürger und noch vieles andere mehr. In einem ganz normalen Tiroler Dorf, wie es Zirl auch ist, gibt es eben alte und uralte Sitten und Bräuche, die auch heute noch erfreulicherweise gepflegt werden.

Für die Zirler Schützen wäre es eine große Freude, wenn sich die derzeitige Gemeindeführung nicht nur zu den Sitten und den Bräuchen im Allgenmeinen bekennen würde, sondern auch zu den Bräuchen und der Tradition der Schützen!

Bilder: Andreas Mühlbacher

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3 von 6 Kränzen der Zirler Korporationen und der MG stehen vor dem Kirchenportal – rechts, der Kranz der SK Zirl
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Walter, Pepi, Berno und Philipp beim Frühschoppen und dem Absingen von: „ Es lebt der Schütze froh und frei“

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