Zwischenwerk Mero

Am Sonntag den 8. August 2015 reisen die Kameraden der SK Zirl und Reith mit Familienangehörigen zum Gedenkakt der SK Tramin, Kronmetz, Reith und Zirl Gedenkort: Fort Mero, es liegt kurz vor dem Tonale Pass.
Im Bus gibt es einige Informationen an die Mitreisenden über den Tonale-Pass und das Fort Mero: Der Tunöl-Pass (so hieß er früher) trennt das Trentino von der Lombardei. Er bildet die Wasserscheide zwischen Etsch und Po. Südlich vom Tonalepass beginnt die Adamellogruppe (3554 m höchster Berg) mit der Bergkette der Presenella. Nördlich vom Pass beginnt die Ortlergruppe (Ortler 3905 m – höchster Berg von Tirol Großglockner (3798 m) bis hin zur Tiroler Landesgrenze am Stilfser Joch. Im 9. Jahrhundert gehört das heutige Tirol größtenteils zum Herzogtum Bayern. Kaiser Konrad II. verleiht 1027 die Grafschaft Trient an die Fürstbischöfe von Trient und die sind somit auch die weltlichen Herrscher über Welschtirol. Nördlich angrenzend sind die Firstbischöfe von Brixen (ab Salurn bis Zirl und Zell a. Ziller). Die Fürstbischöfe verliehen verschiedene Gebiete dann an Grafenfamilien. Diese Grafen rissen aber dann im Laufe der Zeit die Gebiete an sich – die Grafenschaft von Tirol entsteht! Der Tonalepass ist also seit 1027 die Tiroler Grenze zur Lombardei. Militärische Bedeutung bekam der Pass das erstemal 1166, als der Staufferkaiser Friedrich I. nach einer Sperre an der Vereoneser Klause den Weg nach Rom über den Tonalepass nahm. An die Bedeutung die der Tonale im Mittelalter hatte erinnert heute noch das Hospiz S. Bartolomeo mit der romanischen Kapelle – es liegt an einem alten Saumweg über den Pass! Nach Napoleon wurde im Wiener Kongress 1815 Europa neu aufgeteilt. Die Lombardei, Venetien und die Toskana fiel an die Habsburger. 1854 wurde die Straße über den Tonale ausgebaut um die neuen Habsburger Gebiete in Oberitalien besser erreichen zu können. Nach dem sardischen Kriegen verlor Habsburg 1859 wieder die Lombardei, Venetien und die Toskana. Man begann 1862 bis 1864 mit dem Bau von Sperranlagen an den Übergängen vom Stilfser Joch, dem Tonale und Riva-Gardassee. In verschiedenen Bauperioden wurden diese Sperranlagen – Werke genannt – ausgebaut. Die Sperre Tonale umfasst die Werke Strino (1862) – Werk Tonale (1910) heißt bei den Italienern Forte Saccarana – Werk Presanella (1912) – Werk Peo (1910) – und das Zwischenwerk Mero (1912). Aufgabe der Tonale-Sperre war der Schutz des Sulztales (Val di Sole). Bei einem Durchbruch der Italiener am Tonale wäre die Festung Trient von hinten zu fassen gewesen. Das Zwischenwerk Mero, sicherte den ungedeckten Raum gegen Infanterieangriffe zwischen dem Werk Strino und dem Werk Tonale. Es war nur mit 8 Maschinengewehren Typ M 95 bewaffnet. Gegen Feldkanonen bis zum Kaliber 15 cm hätte es bestehen können, nicht aber dem Beschuss aus Haubitzen. Nach 1920 wurde Mero von der Italienischen Armee gesprengt. Das Werk Tonale wurde in den 1930er Jahren von Mussolini gesprengt um nach dem Stahlembargo an Eisen zu kommen!

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