1906 Am 21. Juni wird eine neue Kompaniefahne, gefertigt von Maria Geiger (Staßler) aus Eigenhofen, geweiht. Das Fahnenblatt zeigt jetzt den Tiroler Adler (falsche Blickrichtung) und auf der anderen Seite wieder das Bild der Muttergottes vom Guten Rat und dem gleichen Text wie die Kompaniefahne von 1855. (Die Fahne hat ebenfalls den Dorfbrand von 1908 überstanden, da sie in der Pfarrkirche aufgestellt war) Sie steht heute noch zu ganz besonderen Anlässen (z.B. Kriegergedenken) bei der Schützenkompanie in Verwendung.

1908 „Dorfbrand“ Am 21. Juni (Herz-Jesu-Sonntag) brennen in Zirl 164 Häuser ab. Die gesamte Kompanieausrüstung, sowie die Fahne aus dem Jahre 1855 werden ein Raub der Flammen. Die 1906 geweihte Kompaniefahne bleibt bei dieser Katastrophe verschont, da es in Zirl üblich war die Fahnen nach der Prozession in der Pfarrkirche abzustellen.

1909 Zur „Jahrhundertfeier der Kämpfe von 1809“ in Innsbruck rückt die Schützenkompanie bereits neu eingekleidet (brauner Schützenrock) und ausgerüstet (Werndlgewehre) unter Hauptmann Johann Egger, gemeinsam mit der Musikkapelle aus.

1910 Nach der Primiz von Kassian Lechleitner, zu der die Schützenkompanie unter Hauptmann Johann Egger ausgerückt ist, wird ein weiteres Kompaniefoto (hinter dem Gasthaus Lamm) gemacht.

1912 Beim „Eucharistischen Kongress“ in Wien sind Zirler Bürger (in Musiktracht) mit der Kompaniefahne anwesend.

1914-1918 Beginn I. Weltkrieg

Die wehrfähigen Zirler werden zu ihren Einheiten (Kaiserjäger, Kaiserschützen) eingezogen. Im Herbst muß bereits der Landsturm (letzte Reserve) aufgeboten werden.

1915 Als Italien im Mai Österreich den Krieg erklärt, wird unter dem Namen „Standschützen“ eine bereits seit 1871 nicht mehr existierende Verteidigungstruppe aus dem Ärmel gezaubert. Franz Gastl rückt als Standschützenhauptmann mit den Zirler zu Standschützenbataillon III. nach Telfs ein und steht mit ihnen am Tonalepaß und später in der Gegend des Gardasees zur Verteidigung der Heimat bereit. Der Hauptmann der Schützenkompanie, Johann Egger ist bereits seit 1914 bei den Kaiserjägern an der Front. Für ihn übernimmt Anton Schneider (Hafeler) das Kommando bei der Schützenkompanie. Diese rückt auch während des Krieges zu kirchlichen und patriotischen Anlässen weiter aus und erweist den Gefallenen bei den Sterbegottesdiensten in der Heimat die letzte Ehre. In ihren Reihen sind kriegsbedingt nur Männer und Kinder die zum Wehrdienst zu jung oder zu alt sind oder wegen körperlicher Gebrechen vom Militärdienst befreit sind.

1919 Die Schützenkompanie rückt neben den kirchlichen Festlichkeiten auch zur „Heimkehrerfeier“, bei der die aus der Kriegsgefangenschaft Heimkehrenden, von der Gemeindeführung und der Bevölkerung mit gebührenden Ehren empfangen werden, unter Hauptmann Anton Schneider aus.

1920 Bei der Weihe der neuen Kirchenglocken (Mai) und bei der Einweihung des Kriegerdenkmals (12. September) rückt die Schützenkompanie unter Hauptmann Franz Riedl (Klefeler) aus. Seit 1920 wird am zweiten Sonntag im September beim Kriegerdenkmal (Guatsleben) für die Gefallenen eine feierliche Feldmesse gehalten zu der neben der Schützenkompanie, die Gemeinderepräsentanten, die Musikkapelle, die Feuerwehr, die Kaiserjäger und die Angehörigen der Gefallenen ausrücken.

1921 Unter Hauptmann Josef Reinhart werden aus Militäruniformen „neue“ Trachtenröcke angefertigt und die Speckbacherhüte eingeführt. In diesem Jahr werden Kompaniefotos beim alten Dorfplatz (Viech-Engl) und beim Kriegerdenkmal aufgenommen.

1924 Zur Primiz von Josef Seelos (Boot) rückt die Schützenkompanie vermutlich noch unter Hauptmann Franz Albrecht (Spialer) aus. Zur Einweihung des Krankenhauses Hochzirl ist die Schützenkompanie unter dem Kommando des neuen Hauptmannes Hermann Riedl (Buller) angetreten.

1926 Die Kompaniefahne wird restauriert und „Bluterde aus den Schlachtfeldern des I. Weltkrieges eingenäht. Am 5. September wird die Trauerschleife mit den Namen der im I. Weltkrieg gefallenen Zirler bei der Kriegergedächtnisfeier geweiht.
Die Paten sind: Maria Reinhart (Nocker) und Ignaz Plattner (Preschger). Das bei diesem Anlass gemachte Kompaniefoto ist ebenfalls am alten Dorfplatz aufgenommen. Weiters rückt die Schützenkompanie zur Fahnenweihe nach Oberperfuß und zum 35-Jahr-Jubiläum des Kriegervereines Telfs aus. Auf diesem Fahnenband ist vermerkt „ehemals Schützenkompanie Telfs“

1927 werden anstelle der langen Lodenhosen Kniehosen aus Teufelhaut eingeführt. Kniehosen waren bereits um 1700 bei den Schützenkompanien üblich. Bei der Kriegerdenkmalweihe in Reith ist die Schützenkompanie Zirl ebenfalls dabei.

1928 Beim Besuch des Bundespräsidenten Hainisch im Krankenhaus Hochzirl rückt die Schützenkompanie unter Hauptmann Hermann Riedl zum Empfang aus und fährt zur Fahnenweihe des „Deutschen Frontkämpferbundes“ nach Rosenheim.

1932 Rückt die Schützenkompanie neben den örtlichen Festlichkeiten zur Fahnenweihe des Kriegervereins Reutte aus.

1933 Zirler Schützen beteiligen sich mit der Schützenfahne am Katholikentag in Wien und rücken zu den Fahnenweihen der Schützenkompanien Flaurling und Wildermieming aus.

1934 Beim Festumzug „125 Jahre Erhebung Tirols im Jahre 1809“ rückt die Schützenkompanie unter Hauptmann Hermann Riedl in Innsbruck aus.

1936 Das Kreuz für die Martinswandgrotte wird am 23. September feierlich unter Anwesenheit von Erzherzog Eugen nach Martinsbühel geleitet. Die Schützenkompanie rückt zu diesem Festakt ebenfalls unter Hauptmann Hermann Riedl aus.

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